Interview: Die erste Anlaufstelle für Studierende
Jobs im Campus Management
14. April 2026
Sie sind das Gesicht unserer Standorte, die ersten Ansprechpersonen für Studierende und die Allrounder, die dafür sorgen, dass der Campus-Alltag reibungslos funktioniert. Laureen Strenz (Campus Service Lead) und Roman Stala (Study Guide) arbeiten am Campus Hamburg der IU Internationalen Hochschule (IU). Wir wollten mehr erfahren – über turbulente erste Tage, die schönsten Event-Momente und was man wirklich mitbringen sollte, wenn man im Campus Management arbeiten möchte.
Euer Weg an die IU?
Laureen: Ganz klassisch über eine Stepstone-Anzeige. Ich komme ursprünglich aus der Hotellerie und wollte wieder was mit Menschen machen. Die Anzeige hat mich sofort angesprochen: Arbeit mit jungen Menschen, ein Umfeld, wo Lernen großgeschrieben wird, innovativ. Ich hab mich beworben – und wurde direkt genommen.
Roman: Ich bin eigentlich Industriemechaniker. Aber ich hab schon früh gemerkt: Handwerk ist nicht so meins. Ich mag es, Menschen zu helfen und vor allem junge Leute zu begleiten. Deshalb hab ich Sozialökonomie studiert und dann auf einer Berufsmesse am IU-Stand gestanden. Die meinten: ‚Willst du nicht bei uns studieren?‘ Ich hab gesagt: ‚Nee, ich will bei Euch arbeiten.‘ Dann hab ich eine Mail geschrieben, ein Vorstellungsgespräch gehabt – und bin jetzt seit fast fünfeinhalb Jahren hier.
Euer erster Tag?
Laureen: Chaos. Ich musste erstmal bei den Basics anfangen: Was ist ein Curriculum? Was ist ein Semester? Wie lange geht so ein Semester überhaupt? Ich dachte: Boah, wie soll ich mir das alles merken? Das Zwischenmenschliche, das war kein Problem. Das Fachliche musste ich mir eben schnell draufschaffen. Learning by doing.
Roman: Panik (lacht). Ich wusste ja nichts! Und ich sollte gleich ans Telefon und am Empfang sitzen. Da saß ich dann, hab mir parallel die Systeme angeguckt, aber es kamen trotzdem schon Studierende. Ich hatte zum Glück tolle Kolleg:innen, die mich unterstützt haben. Aber mein erster Gedanke war: Ok, dieses Fachliche musst Du Dir jetzt so schnell wie möglich aneignen. Empathie für die Anliegen der Studierenden hatte ich von Anfang an, aber im Notfall bin ich später nochmal auf Studierende zugegangen und hab gesagt: ‚Hey, ich hab mich jetzt informiert.‘ So waren die ersten Monate.
Wie würdet Ihr Euren Job jemandem auf einer Party erklären?
Roman: Als Study Guide* geht es darum, den Studierenden die Steine aus dem Weg zu räumen. Ich kann nicht für sie lernen oder Klausuren schreiben, aber wenn was administrativ anfällt oder sie Probleme haben, bin ich da. Und ganz ehrlich: Ich hätte mir damals als Student selbst jemanden wie uns gewünscht. Bei mir war das Büro nur freitags von 12 bis 13 Uhr offen. Ansonsten E-Mail-Verkehr und Fragen nach der Vorlesung bei 300 Studierenden? Vergiss es. Deswegen mach ich das gerne, weil ich weiß, wie es ist, Student zu sein.
*Übrigens nennen wir die Stelle im Jobboard auch oft Campus Service Specialist (w/m/d).
Laureen: Also es gibt noch eine Campusmanagerin hier am Standort, die für die disziplinarische Führung verantwortlich ist. Ich bin Campus Service Lead. Das heißt, ich kümmere mich um die laterale, also fachliche Führung. Ich hab den kompletten Überblick am Campus und stelle sicher, dass alles funktioniert. Ich begrüße Dienstleister, kümmere mich ums Onboarding neuer Kolleg:innen, optimiere Prozesse, kümmere mich um Bestellungen und das Lager. Kurz gesagt: Ich bin die Ansprechpartnerin für alles, was nicht direkt mit dem Study-Guide-Alltag zu tun hat, aber dafür sorgt, dass dieser Alltag funktioniert.
Ihr arbeitet beide im Campus Management, aber in unterschiedlichen Rollen. Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Euch aus?
Laureen: Roman und die anderen Study Guides sind ganz nah an den Studierenden dran. Ich sorge dafür, dass sie das auch sein können. Wenn was organisatorisch klemmt, bin ich da. Wenn wir neue Leute einarbeiten, kümmere ich mich drum. Die Study Guides sind das Herz am Campus und ich sorge dafür, dass das Drumherum passt.
Events begleiten gehört bei Euch beiden zum Job. Was war Euer bisher schönstes Event-Erlebnis?
Laureen: Zum Glück haben wir hier am Campus Leute, die sich auf Events spezialisiert haben, das erleichtert vieles. Aber was ich besonders liebe, sind die Erstsemester-Tage. Die Studierenden sind total aufgeregt, schüchtern, trauen sich noch nicht. Und dann sieht man innerhalb von Stunden, wie sie sich öffnen, wie sie connecten. Das ist jedes Mal wieder schön. Oder auch mal eine Mottoparty – Halloween zum Beispiel – wo alle zusammenkommen, egal ob Erstsemester oder kurz vorm Abschluss. Wenn wir dann gutes Feedback bekommen, freut mich das richtig. Wir belohnen die Studis für ihr intensives Studium – und sie nehmen das super gerne an.
Roman: Für mich ist es immer die Graduierungsfeier. Du siehst die Studierenden, die am ersten Tag noch klitzeklein und schüchtern waren und dann stehen sie auf der Bühne und nehmen ihr Zeugnis entgegen. Und wenn dann abends jemand noch zu Dir kommt und sagt: ‚Roman, danke nochmal‘ – was gibt’s Besseres? An so Tagen ist Pipi in den Augen garantiert.
Jemand liest das hier und denkt: „Das klingt nach mir!“ Was sollte diese Person unbedingt mitbringen?
Roman: Servicegedanke muss auf jeden Fall da sein. Du musst empathisch sein, Ruhe reinbringen können und die Studierenden im Fokus haben. Das Fachliche kannst Du lernen. Aber wenn Du nicht mit Menschen klarkommst, dann bist Du hier falsch. Du musst Lust auf Service haben, Lust auf Problemlösung. Nicht delegieren, sondern: ‚Okay, wie kriegen wir das jetzt hin?‘ Der Mensch muss im Fokus sein. Das kann man nicht lernen, das muss man mitbringen.
Laureen: Absolut. Und Du solltest Spaß daran haben, vor Ort zu arbeiten. Das ist definitiv kein Homeoffice-Job. Du bist jeden Tag hier, arbeitest mit Studierenden zusammen. Du brauchst dieses Proaktive, dieses Mitdenken. Wenn Du lieber in Ruhe vor Listen sitzt und die abarbeitest, dann ist der Job nicht passend. Du brauchst Freude an Gemeinschaft und am Vor-Ort-Sein.
Und zum Schluss:
Kaffee oder Tee?
Laureen: Tee | Roman: Kaffee
Homeoffice oder Campus?
Laureen: Campus | Roman: Campus!
Spontan oder geplant?
Laureen: Spontan | Roman: Spontan
Stressigster Tag im Jahr?
Laureen: Die Tage vor den Ersti-Tagen oder vor der Graduierungsfeier | Roman: Die Tage vor großen Events
Beste Eigenschaft des Gegenübers?
Laureen: An Roman? Sein Humor und er hat immer einen echt guten Draht zu den Studierenden | Roman: Zuverlässigkeit
Hey, schau doch mal, ob das Thema auch zu dir passen könnte: